„Zeitgenössische Fotokunst aus Ungarn“ Ausstellung 2008
Antal Jokesz, Party Madam 1979-2003.                                  © Antal Jokesz und n.b.k.
 
Zeitgenössische Fotokunst aus Ungarn (6. Juli 2008 – 31. August 2008)
Die Ausstellung präsentierte elf zeitgenössische Künstlerinnen und Künstler vorwiegend der jüngeren Generation, die eine Reihe aktueller Tendenzen in der ungarischen Fotoszene zeigten.
Mit der diesjährigen Ausstellung wurde die Ausstellungsserie in Kooperation mit dem Neuen Berliner Kunstverein abgeschlossen. Hier wurde über drei Jahre die zeitgenössische Fotokunst europäischer und außereuropäischer Länder vorgestellt.
Das Werk Sindelfingen und die Stadt boten Kulinarisches und Kreatives rund um Ungarn: den Kochkurs „Typisch Ungarn“ mit Sternekoch Franz Feckl, die kreative Schreibwerkstatt „Phantasiereise“ und eine literarische Lesung.

Typisch Ungarn: Kochkurs mit Sternekoch Franz Feckl
Sternekoch Franz Feckl vom Landhaus Feckl in Ehningen zeigte den Teilnehmern, was die ungarische Küche zu bieten hat und wie sie diese ungarischen Gerichte mit kochkünstlerischer Raffinesse selbst zubereiten können.
 
 
Ungarische Köstlichkeiten unter professioneller Anleitung selbst zubereitet.
 
 
 

„Phantasiereise“: Schreibwerkstatt mit Schriftsteller Imre Török
Schülerinnen und Schüler der vier Sindelfinger Gymnasien begaben sich mit Autor Imre Török auf einen Workshop der besonderen Art. Der gebürtige Ungar und Bundesvorsitzende des Verbandes deutscher Schriftsteller lud die Teilnehmer auf eine schriftstellerische Phantasiereise ein, auf der sie die kreative Welt des Schreibens entdeckten.
Es entstanden einfallsreiche Werke, zum Beispiel:
Carolin Rehner, 13. Klasse,
„Aus der letzten Tür des Ganges tritt Marija. Heute lächelt sie nicht wie sonst, zufrieden mit sich und vor allem froh, dass ihre Nachtschicht nun beendet ist. Heute lässt sie sich nur auf einen Stuhl fallen, stützt ihren Ellenbogen auf den Tisch und legt ihr Kinn auf ihre Hand.
„In dieser Nacht wurde ein 15jähriger eingeliefert, Hashemi Khan, aus dem Asylantenwohnheim am Stadtrand. Eine Frau hat ihn auf der Straße gefunden. Er war wohl noch bei Bewusstsein, konnte sich aber kaum mehr rühren.“ Marija schüttelt den Kopf. „Er wurde gleich nach der Einlieferung operiert, natürlich schläft er jetzt nicht, aber er zittert und weint – ich habe ihm ein Beruhigungsmittel gegeben. Mehr kann ich doch nicht für ihn tun.“

Literarische Lesung und Gespräch
Gerti Michaelis Rahr und Sohn Imre Török lasen aus ihren Werken „Der Vorhang fiel“ und „Brückenbetrachtungen“. Bei Kaffee und Kuchen diskutierten die beiden Schriftsteller im literarischen Gespräch. Török, der auch als Journalist und Dozent arbeitet, besticht in seiner Prosa von der Belletristik bis zum Sachbuch durch einen gänzlich eigenen Ton. Seine Mutter, Michaelis Rahr, war Künstlerin am Staatstheater Weimar und erlebte die Diktaturen in Deutschland und Ungarn.
 
 
Imre Török
 
 
Mutter Gerti Michaelis Rahr
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