Radar in Assistenzsystemen: Der richtige Abstand
Daimler setzt bei vielen seiner Assistenzsysteme ganz bewusst auf Radar zur Erkennung des Fahrzeugumfeldes. Schließlich bietet Radar eine Reihe von Vorteilen gegenüber anderen Sensoren. So werden beispielsweise der Abstand zu einem vorausfahrenden Fahrzeug und die Relativgeschwindigkeit getrennt und direkt gemessen. Beide Messungen werden ständig verglichen und auf ihre Plausibilität überprüft.
Das erhöht die Störsicherheit und sorgt für eine bessere Regelgüte. Außerdem ist Radar bei fast allen Witterungsverhältnissen einsetzbar und bietet die Möglichkeit, die Sensorik verdeckt in das Fahrzeug einzubauen.
Innerhalb einer Baureihe nutzen radarbasierte Systeme der Daimler-Pkw dieselben Sensoren. Dabei sind die Nahbereichs-Radarsensoren besonders weitwinklig. Sie reichen rund 30 Meter weit und arbeiten auf einer Frequenz von 24 Gigahertz. In der neuen E-Klasse und in der S-Klasse 2009 kommt beim Abstandsregel-Tempomat DISTRONIC PLUS ein neu entwickelter Sensor für das Fernradar mit einer Frequenz von 77 Gigahertz zum Einsatz. Die vergrößerte Reichweite beträgt 200 Meter. Zudem ermöglicht der Sensor eine neue Mittelbereichserfassung, die den Bereich bis rund 60 Meter vor dem Auto überwacht.
Mit dieser neuen Technologie lässt sich das Verkehrsgeschehen vor dem Auto noch präziser beobachten und dynamische Vorgänge, wie das plötzliche Ausscheren eines vorausfahrenden Autos, noch besser detektieren.
Diese Technologie wird zukünftig auch in anderen Fahrzeugkategorien wie Bussen, Lkw und Transporter eingesetzt.