Active Brake Assist: Bei Gefahr Vollbremsung
Der Notbrems-Assistent (Active Brake Assist) basiert auf dem Radarsystem der Telligent-Abstandsregelung. Er nutzt die drei Radarkeulen der Abstandsregelung, die vor dem Fahrzeug fahrende Hindernisse erkennen, und ermittelt dabei fortlaufend die Differenzgeschwindigkeit
zum vorausfahrenden Fahrzeug.
Ermittelt das System bei unveränderter Verkehrssituation einen unvermeidlichen Unfall, wird der Fahrer zunächst optisch sowie akustisch gewarnt. Dann erfolgt ein leichtes Anbremsen, das im Bus auch die Passagiere spüren und so die Gelegenheit haben, sich festzuhalten. Reagiert der Fahrer nicht, leitet das System eine Vollbremsung ein.
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Der Notbrems-Assistent „Active Brake Assist“ hat bisher in mehr als 14.000 Lkw und über mehr als einer Milliarde Kilometer auf den Straßen Europas seine Leistungsfähigkeit in der Praxis unter Beweis gestellt. Seit September 2010 ist die zweite Generation dieses wegweisenden Sicherheitssystems für den Schwer-Lkw Actros verfügbar. Der Active Brake Assist 2 erkennt jetzt auch stehende Hindernisse, so zum Beispiel das Ende eines Verkehrsstaus, und leitet selbstständig eine Bremsung ein, wenn der Fahrer nicht reagieren sollte. Der Active Brake Assist 2 basiert auf einem neuen scannenden Radarsystem. Dieses tastet einen Bereich von einem bis 150 Meter in der Spur vor dem Lkw ab und ermittelt fortlaufend den Abstand und die Differenzgeschwindigkeit zu einem vorausfahrenden Fahrzeug beziehungsweise zu einem stehenden Hindernis. Der Active Brake Assist 2 arbeitet dank Radartechnik wie bisher unbeeinflusst von Witterungs- und Lichtverhältnissen. Auch ist er im ganzen Geschwindigkeitsbereich eines Lkw von langsamer Fahrt in Schritttempo bis zur Autobahnrichtgeschwindigkeit mit Einsatz des Begrenzers bei 89 km / h aktiv. Der Notbrems-Assistent kann Unfälle zwar nicht immer verhindern, er verringert jedoch durch den automatischen Bremseingriff die Kollisionsgeschwindigkeit und damit die Unfallfolgen ganz erheblich. |