Aktive Motorhaube: Erhöhter Partnerschutz für Fußgänger
Der Schutz schwächerer Verkehrspartner spielt bei der Entwicklung der Mercedes-Personenwagen seit jeher eine wichtige Rolle. Glattflächige Karosserien, energieabsorbierende Stoßfänger, bündige Türgriffe, Verbundglas-Frontscheiben, klappbare Außenspiegel und versenkt angeordnete Scheibenwischer sind seit vielen Jahren Merkmale der Mercedes-Modelle, die dem Fußgängerschutz dienen.
Wie stets ist aber auch hier die Unfallvermeidung das oberste Ziel der Sicherheitsingenieure. Dabei leisten Systeme wie der Bremsassistent, das Abbiegelicht oder der Nachtsicht-Assistent PLUS wichtige Beiträge. Allein durch den serienmäßigen Einsatz des Bremsassistenten verringerte sich der Anteil schwerer Fußgängerkollisionen bei den Unfällen der Mercedes-Personenwagen um 13 Prozent.
Auf diesem hohen Niveau basieren die zusätzlichen Schutzmaßnahmen, die Mercedes-Benz in der neuen E-Klasse verwirklicht. An erster Stelle steht eine neu entwickelte, aktive Motorhaube. Sie vergrößert den Deformationsraum und vermindert dadurch das Verletzungsrisiko des Fußgängers. Zu diesem serienmäßigen System gehören drei Aufprallsensoren im Vorderwagen sowie spezielle, durch starke Federn vorgespannte und arretierte Motorhaubenscharniere. Beim Zusammenstoß mit einem Fußgänger melden die Sensoren den Aufprall an das elektronische Steuergerät, das sofort zwei Elektromagneten in den Scharnieren aktiviert. Sie lösen die Arretierung, sodass die Motorhaube mithilfe der Federkraft im hinteren Bereich um 50 Millimeter nach oben gedrückt wird. Das Ganze dauert nur Bruchteile einer Sekunde.
Neben seiner enormen Schnelligkeit bietet die neu entwickelte Technik einen weiteren entscheidenden Vorteil: Die aktive Motorhaube ist reversibel konstruiert. Wurde sie beispielsweise bei einer anderen Kollision ausgelöst, können Mercedes-Kunden die Motorhaube in den Ausgangszustand zurückstellen und das System auf diese Weise selbst reaktivieren - und weiterfahren.