Das Experimental-Sicherheits-Fahrzeug ESF 2009
PRE-SAFE 360°: Vor dem Aufprall voll auf die Bremse
 
Mit dem mehrfach prämierten PRE-SAFE® System wird Mercedes-Benz seit 2002 einmal mehr seiner Vorreiterrolle auf dem Sicherheitssektor gerecht: Erkennt das System bestimmte kritische Fahrsituationen, aktiviert PRE SAFE® vorsorgliche Maßnahmen zum Insassenschutz. Die Weiterentwicklung PRE-SAFE 360° beobachtet neben dem seitlichen Umfeld auch das Fahrzeugumfeld nach hinten.
PRE-SAFE 360° überwacht mittels Nahbereichs- oder Multimodesensor das Fahrzeugumfeld in einem Bereich von bis zu 60 Metern nach hinten. Registriert das Unfallfrüherkennungssystem, dass eine Kollision unvermeidlich ist, werden rund 600 Millisekunden vor dem Aufprall die Bremsen aktiviert. Wird bei einem Heckaufprall das bereits stehende Fahrzeug gebremst, lassen sich nicht nur Sekundärunfälle vermeiden – das getroffene Fahrzeug wird dabei unkontrollierbar beispielsweise in einen Kreuzungsbereich oder auf einen Fußgängerüberweg katapultiert. Auch die Schwere möglicher Verletzungen an der Halswirbelsäule der Passagiere kann durch dieses Festbremsen vermindert werden, weil das Fahrzeug und damit der Körper der Insassen weniger stark beschleunigt wird. Der Fahrer behält bei PRE-SAFE 360° aber stets das Kommando: Gibt er beispielsweise Gas, weil er dem herannahenden Fahrzeug nach vorne ausweichen kann, wird die Bremse sofort gelöst.
Entgegen der unter Autofahrern weit verbreiteten Meinung macht es keinen Sinn, bei einem drohenden Aufprall den Fuß vom Bremspedal zu nehmen. Richtig wäre es, mit voller Kraft auf der Bremse zu stehen. Doch Ergebnisse der Unfallforschung zeigen, dass der Fahrer des stehenden Fahrzeugs beim Aufprall bis zu 20 Zentimeter nach hinten verlagert wird. Unweigerlich rutschen so seine Füße von den Pedalen.
PRE-SAFE 360° unterstützt in seiner Schutzwirkung die crash-aktiven NECK-PRO-Kopfstützen, die schon heute in vielen Mercedes-Baureihen zum Serien-standard gehören. Haben dort die Messfühler eine Heckkollision mit definierter Aufprallschwere erkannt, geben sie vorgespannte Federn im Inneren der Kopfstützen frei, mit deren Hilfe die Polsterflächen der Kopfstützen millisekundenschnell um rund 40 Millimeter nach vorn und um 30 Millimeter nach oben geschoben werden. So können sie die Köpfe von Fahrer und Beifahrer früher als konventionelle Kopfstützen abstützen.
Tools & Services
© 2012 Daimler AG. Alle Rechte vorbehalten.  |  Anbieter  |  rechtliche Hinweise  |  Cookies  |  Datenschutz