Das Experimental-Sicherheits-Fahrzeug ESF 2009
Side Reflect: Nachts sind nicht alle Mercedes grau
Reflektierendes Material an Karosserie und Reifen könnte die seitliche Sichtbarkeit von Fahrzeugen weiter verbessern und Unfälle im Kreuzungs-bereich vermeiden helfen.
Bei Kinderbekleidung hat sich reflektierendes Material längst durchgesetzt, und bei Fahrrädern sind Seitenstrahler in den Speichen sogar vorgeschrieben. Warum nicht auch auf diese Weise die Wahrnehmungssicherheit bei Autos verbessern, fragten sich die Ingenieure von Mercedes-Benz. Darum ist das Forschungsauto ESF 2009 mit entsprechenden Reflexelementen in der Seitenansicht ausgerüstet. Besonderer Clou: Tagsüber sind die Modifikationen nicht zu erkennen, erst bei Dämmerung und Dunkelheit zeigt sich der zusätzliche Nutzen.
Zusammen mit Continental haben die Mercedes-Fachleute einen reflektierenden Streifen für die Reifen entwickelt, der die Felgen bei Tag optisch vergrößert und nachts bei Anstrahlung einen gut sichtbaren Leuchtstreifen erzeugt. Ein weiteres Sicherheitselement stellen die reflektierenden Dichtungen zwischen Türen und Dach dar – eine Gemeinschaftsentwicklung mit Folienspezialist 3M. Ziel ist es, die Fahrzeugsilhouette bei Dunkelheit schneller wahrnehmbar zu machen. So können unfallträchtige Situationen – wie zum Beispiel Kreuzungen oder unbeleuchtete, parkende Fahrzeuge – entschärft werden.
Grundsätzlich bestehen Reflektorfolien aus einem spiegelnden Untergrund mit winzigen Glaskügelchen. Trifft darauf ein Lichtstrahl, wird dieser beim Eintritt in die Glaskugel gebrochen, vom Untergrund reflektiert und beim Austritt wieder gebrochen. Dadurch wird ein Großteil des Lichts zurück in die ursprüngliche Richtung reflektiert.
Tools & Services
© 2012 Daimler AG. Alle Rechte vorbehalten.  |  Anbieter  |  rechtliche Hinweise  |  Cookies  |  Datenschutz