25. Oktober 2005 – DaimlerChrysler Zwischenbericht über das 3. Quartal 2005
Lagebericht
  • Konzern-Operating Profit deutlich auf € 1.838 (i. V. € 1.332) Mio. gestiegen
  • Konzernergebnis von € 755 (i. V. € 951) Mio.
  • Ergebnis je Aktie von € 0,74 (i. V. € 0,94)
  • Umsatzanstieg auf € 38,2 (i. V. € 34,9) Mrd.
  • Für Gesamtjahr 2005 ohne Belastungen aus der Neuausrichtung des Geschäftsmodells von smart weiterhin leichter Anstieg des Konzern-Operating Profit gegenüber dem Vorjahr (€ 5,8 Mrd.) erwartet
Abschwächung bei Weltwirtschaft und Automobilkonjunktur
Im dritten Quartal 2005 hat die wirtschaftliche Entwicklung nochmals an Dynamik verloren, dies gilt auch für die wichtigen Volkswirtschaften USA und China. Die Weltwirtschaft bewegte sich insgesamt aber weiterhin auf einem solidem Wachstumskurs. Steigende Zinsen und vor allem die nochmals kräftig gestiegenen Rohölpreise dämpften das Wachstum weltweit. In Westeuropa war die Inlandsnachfrage unverändert schwach. In Japan gab es dagegen weitere Anzeichen für eine Erholung der Wirtschaft. Die meisten Schwellenländer zeigten ebenfalls ein erfreuliches Wachstum.
Die globale Automobilkonjunktur blieb auch im dritten Quartal auf Wachstumskurs, die Zuwachsraten waren angesichts nochmals deutlich gestiegener Rohölpreise jedoch etwas geringer als im ersten Halbjahr. Die Märkte in Westeuropa, den USA und Japan entwickelten sich insgesamt stabil. China hat nach einer vorübergehenden Schwächephase wieder an Dynamik gewonnen. Gleichzeitig setzte sich in den wichtigsten Märkten Südamerikas die erfreuliche Absatzentwicklung fort. Die weltweite Nutzfahrzeugnachfrage lag insgesamt leicht über dem Vorjahresniveau.
Kräftiger Absatz- und Umsatzanstieg im dritten Quartal
DaimlerChrysler konnte vor allem aufgrund des Markterfolgs der neuen Produkte der Mercedes Car Group und der Chrysler Group sowie der signifikanten Absatzsteigerung des Geschäftsfelds Nutzfahrzeuge im dritten Quartal seinen Absatz gegenüber dem Vergleichsquartal des Vorjahres weltweit um 9% auf 1,2 Mio. Fahrzeuge steigern.
Die Absatzentwicklung bei der Mercedes Car Group war im dritten Quartal sehr erfreulich: Der Absatz erhöhte sich um 6% auf 310.900 Fahrzeuge. Die Chrysler Group hat die Fahrzeugauslieferungen um 12% auf 663.400 Pkw und leichte Nutzfahrzeuge gesteigert; auch die Verkäufe an Endkunden nahmen um 13% auf 736.200 Fahrzeuge zu. Im Geschäftsfeld Nutzfahrzeuge legte der Absatz um 9% auf 210.400 Lkw, Transporter und Busse zu.
Der Konzernumsatz von DaimlerChrysler stieg infolge des höheren Absatzes um 9% auf € 38,2 Mrd. Personalanpassungen in der Mercedes Car Group in Deutschland.
Ende September hat der Vorstand für das Geschäftsfeld Mercedes Car Group ein Abbauziel von 8.500 Stellen an den deutschen Standorten festgelegt.
Die Personalanpassungen sollen durch freiwillige Ausscheidensvereinbarungen im Verlauf der nächsten zwölf Monate erreicht werden. Sie tragen dazu bei, die Wettbewerbsfähigkeit von Mercedes-Benz durch eine Erhöhung der Produktivität deutlich zu verbessern. Mit den Maßnahmen wird auch ein Beitragzur nachhaltigen Absicherung der Produktion am Standort Deutschland geleistet. An der Vereinbarung »Zukunftssicherung 2012« aus dem Jahr 2004, die bei Personalanpassungsbedarf in einem ersten Schritt Freiwilligkeit vorsieht, hält DaimlerChrysler fest.
Durch die Ausscheidensvereinbarungen werden Belastungen von rund € 950 Mio. entstehen; der größere Teil davon wird voraussichtlich im vierten Quartal 2005 anfallen.
Konzern-Operating Profit gegenüber Vorjahr deutlich gestiegen; positiver Ergebnistrend bei der Mercedes Car Group bestätigt
DaimlerChrysler erzielte im dritten Quartal einen Operating Profit von € 1.838 Mio. gegenüber € 1.332 Mio. im Vorjahr. Alle automobilen Geschäftsfelder haben mit Ergebnisverbesserungen zu dieser positiven Entwicklung beigetragen.
Die gegenüber dem dritten Quartal des Vorjahres gestiegenen Material- und Rohölpreise wirkten sich auf den Operating Profit aller Fahrzeuggeschäftsfelder belastend aus. Darüber hinaus schlugen sich in den Geschäftsfeldern Mercedes Car Group und Nutzfahrzeuge im Vergleich zum dritten Quartal 2004 weniger günstige Sicherungskurse beim US-Dollar nieder.
Die Mercedes Car Group erzielte im dritten Quartal ein höheres Ergebnis und setzte damit den positiven Ergebnistrend fort. Ausschlaggebend hierfür waren insbesondere die eingeleiteten Effizienzsteigerungsmaßnahmen sowie der höhere Fahrzeugabsatz. Auch die Chrysler Group konnte in einem schwierigen Marktumfeld den Absatz weiter steigern und einen Operating Profit über dem Vorjahresniveau erreichen. Der Operating Profit des Geschäftsfelds Nutzfahrzeuge lag deutlich über dem Vorjahresergebnis; im Operating Profit sind in beiden Jahren Sonderfaktoren zu berücksichtigen. Trotz eines gestiegenen Zinsniveaus vor allem in den USA konnte Financial Services aufgrund niedrigerer Risikokosten ein Ergebnis auf Vorjahresniveau erzielen. Bei den Übrigen Aktivitäten lag der Operating Profit leicht unter dem durch einen Sonderertrag beeinflussten Vorjahreswert.
Im dritten Quartal erwirtschaftete die Mercedes Car Group einen Operating Profit von € 436 (i. V. € 304) Mio. und konnte damit die im zweiten Quartal erreichte Trendwende bestätigen.
Zur Ergebnisverbesserung trugen insbesondere die eingeleiteten Effizienzsteigerungsmaßnahmen im Rahmen des Programms CORE bei. Den positiven Ergebniseffekten durch den höheren Absatz stand ein aufgrund des Modellwechsels der S-Klasse ungünstigerer Modell-Mix gegenüber. Die Sicherungskurse beim US-Dollar waren im Vorjahr günstiger als im dritten Quartal 2005. Nach dem positiven Entscheid des Europäischen Gerichtshofs im Verfahren um die Verletzung von EU-Wettbewerbsregeln haben wir eine hierfür gebildete Rückstellung in Höhe von € 60 Mio. erfolgswirksam aufgelöst.
Die Ende September 2005 angekündigten Personalabbaumaßnahmen haben sich im Operating Profit des dritten Quartals noch nicht ausgewirkt.
Die Chrysler Group erzielte in einem schwierigen Marktumfeld einen Operating Profit von € 310 Mio. gegenüber € 217 Mio. im Vorjahr. Der Anstieg resultierte aus gestiegenen Fahrzeugauslieferungen und geringeren Restrukturierungsaufwendungen. Diese positiven Effekte wurden durch eine leicht negative Nettopreisentwicklung sowie die finanzielle Unterstützung in Höhe von € 57 Mio. für unseren Lieferanten Collins & Aikman teilweise ausgeglichen.
Im Operating Profit des dritten Quartals 2004 waren Restrukturierungsaufwendungen von insgesamt € 104 Mio. enthalten.
Das Geschäftsfeld Nutzfahrzeuge setzte den positiven Trend des laufenden Jahres fort und steigerte den Operating Profit im dritten Quartal von € 159 Mio. auf € 498 Mio. Hierin enthalten sind Wertberichtigungen von € 63 Mio., die im Rahmen des geplanten Verkaufs aller wesentlichen Bestandteile unserer Tochtergesellschaft American LaFrance notwendig wurden. Das Vorjahresergebnis war durch Aufwendungen in Höhe von € 405 Mio. belastet, die im Zusammenhang mit den Qualitätsmaßnahmen und Rückrufaktionen bei der Mitsubishi Fuso Truck and Bus Corporation (MFTBC) standen. Darüber hinaus resultierte im Vorjahr aus der Rückabwicklung des Motoren Joint Ventures mit Hyundai Motor ein Ertrag von € 60 Mio.
Ausschlaggebend für den Anstieg des Operating Profit waren die positive Absatzentwicklung in allen Geschäftsbereichen und insbesondere der internationale Markterfolg der Produkte des Geschäftssegments Lkw. Effizienzverbesserungen im Rahmen der Umsetzung des Programms »Global Excellence« trugen ebenfalls zum höheren Ergebnis bei. Hierdurch konnten Ergebnisbelastungen aus Rohmaterialverteuerungen und aus verschlechterten Sicherungskursen beim US-Dollar mehr als ausgeglichen werden.
Das Geschäftsfeld Financial Services erzielte im dritten Quartal 2005 einen Operating Profit von € 408 Mio. gegenüber € 412 Mio. im Vorjahr. Die stabile Ergebnissituation im dritten Quartal war im Wesentlichen auf die anhaltend positive Entwicklung der Risikokosten sowie im Vergleich zum Vorjahr geringere Belastungen aus dem Engagement bei Toll Collect (– € 15 Mio.; i. V. – € 119 Mio.) zurückzuführen. Negativ wirkte dagegen das gestiegene Zinsniveau, insbesondere in den USA.
Die Übrigen Aktivitäten erreichten im dritten Quartal 2005 einen Operating Profit von € 242 Mio. gegenüber € 258 Mio. im Vorjahr. Im Vorjahresergebnis war ein Ertrag von € 120 Mio. enthalten, der aus dem mit Bombardier geschlossenen Vergleich zur Beilegung aller Streitigkeiten im Zusammenhang mit der Veräußerung der DaimlerChrysler Rail Systems GmbH (Adtranz) resultierte.
Im abgelaufenen Quartal leistete die EADS unter anderem aufgrund höherer Airbus-Auslieferungen einen gestiegenen Ergebnisbeitrag zum Operating Profit. Der Geschäftsbereich DaimlerChrysler Off-Highway trug weiterhin positiv zum Konzernergebnis bei.
Das Finanzergebnis belief sich im dritten Quartal auf – € 9 (i. V. € 167) Mio. Der Rückgang resultierte insbesondere aus dem um € 94 Mio. auf € 144 Mio. rückläufigen Beteiligungsergebnis, das im Vorjahr durch den Ertrag von € 252 Mio. aus der Veräußerung des 10,5%-Anteils an der Hyundai Motor Company (HMC) positiv beeinflusst war. Gegenläufig verbesserten sich die anteiligen Ergebnisbeiträge unserer at-equity bilanzierten Beteiligungen Toll Collect und EADS deutlich. Das Zinsergebnis sowie das Übrige Finanzergebnis lagen bei – € 120 Mio. bzw. – € 33 Mio. (i. V. – € 93 Mio. bzw. € 22 Mio.). Der Rückgang des Übrigen Finanzergebnisses stand überwiegend im Zusammenhang mit der Bewertung von derivativen Sicherungsgeschäften.
Für das dritte Quartal wird ein Konzernergebnis von € 755 (i. V. € 951) Mio. ausgewiesen. Dem Anstieg im Operating Profit standen ein gestiegener Ertragsteueraufwand sowie ein geringeres Finanzergebnis gegenüber. Der höhere Steueraufwand resultierte aus einer veränderten Zusammensetzung des Vorsteuerergebnisses. Im Vorjahresquartal wirkte im Ergebnis vor Steuern im Wesentlichen der steuerfreie Ertrag aus der Veräußerung unseres Anteils an HMC. Die Veränderung bei dem auf Minderheiten entfallenden Ergebnis stand überwiegend im Zusammenhang mit den im Vorjahr bei MFTBC angefallenen Aufwendungen für die Qualitätsmaßnahmen und Rückrufaktionen.
Das Ergebnis je Aktie betrug im dritten Quartal € 0,74 gegenüber € 0,94 im Vorjahr.
Der Cash Flow aus der Geschäftstätigkeit in Höhe von € 11,0 Mrd. ist gegenüber den ersten neun Monaten 2004 (€ 10,5 Mrd.) gestiegen. Neben geringeren Mittelabflüssen für Steuerzahlungen im Inland war der Anstieg vor allem auf niedrigere vorratsbezogenen Forderungen aus Finanzdienstleistungen zurückzuführen. Die aus diesen Forderungen resultierende Mittelfreisetzung beruhte insbesondere auf der rückläufigen Finanzierung von Händlern infolge verminderter Fahrzeugbestände. Gegenläufige, den Cash Flow der Geschäftstätigkeit belastende Effekte resultierten aus der höheren Mittelbindung infolge des Anstiegs der Vorräte und der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie aus Wechselkurseffekten. Die Zuwendungen an die Pensionsfonds lagen mit € 0,9 Mrd. auf dem Niveau des Vorjahres.
Der Cash Flow aus der Investitionstätigkeit ist mit € 9,0 Mrd. gegenüber dem entsprechenden Vorjahreszeitraum (€ 13,1 Mrd.) deutlich zurückgegangen. Der Rückgang war im Wesentlichen in geringeren Forderungen aus Finanzdienstleistungen gegen Endkunden begründet. Dabei wirkten neben höheren Erlösen aus dem Verkauf von Forderungen auch ein gegenüber dem Vorjahreszeitraum geringeres Neugeschäft bei Finanzierungsverträgen und gestiegene Zahlungseingänge. Gegenläufige Effekte resultierten aus dem Anstieg der Vermieteten Gegenstände, höheren Mittelabflüssen aus dem Kauf von Wertpapieren sowie den Zahlungen für den Erwerb der ausstehenden Anteile an MTU Friedrichshafen. Darüber hinaus verminderten sich die Erlöse aus dem Verkauf von Beteiligungen, die im Vorjahr durch den Verkauf der Anteile an HMC geprägt waren. Die Investitionen in Sachanlagen lagen in der Größenordnung des Vorjahres.
Aus dem Cash Flow der Finanzierungstätigkeit ergab sich im Berichtszeitraum ein Mittelabfluss von € 3,6 Mrd. Dieser resultierte vor allem aus der Tilgung von Finanzverbindlichkeiten (netto) in Höhe von € 2,2 Mrd. sowie der Dividendenzahlung für das Geschäftsjahr 2004 (€ 1,5 Mrd.). Im Vorjahreszeitraum wirkte die Aufnahme von Finanzverbindlichkeiten gegenläufig zur Auszahlung der Dividende. Infolge der Ausübung von Stock Options war im Jahr 2005 ein Mittelzufluss aus der Ausgabe von Aktien in Höhe von € 0,1 Mrd. zu verzeichnen.
Der Bestand an Zahlungsmitteln mit einer Laufzeit bis zu drei Monaten verringerte sich gegenüber dem 31. Dezember 2004 um € 1,0 Mrd. Die gesamte Liquidität, zu der auch die längerlaufenden Geldanlagen und Wertpapiere gehören, verminderte sich geringfügig von € 11,7 Mrd. auf € 11,6 Mrd.
Die Bilanzsumme erhöhte sich gegenüber dem 31. Dezember 2004 um € 14,1 Mrd. auf € 196,8 Mrd. Der Anstieg war mit € 13,2 Mrd. auf Wechselkurseffekte zurückzuführen.
Die Vermieteten Gegenstände und die Forderungen aus Finanzdienstleistungen machen insgesamt € 92,4 Mrd. und damit 47% der gesamten Aktiva aus. Der Anstieg der Vorräte war auf den unterjährigen Produktionsverlauf im Fahrzeuggeschäft in Verbindung mit Modellwechseln zurückzuführen. Die Übrigen Forderungen verminderten sich überwiegend aufgrund der Bewertung von Derivaten.
Die auf der Passivseite ausgewiesenen Anteile in Fremdbesitz gingen hauptsächlich infolge der Anteilserhöhung an MFTBC zurück. Zum 30. September 2005 wurden 15% der Anteile von konzernexternen Gesellschaftern gehalten (31. Dezember 2004: 35%). In geringerem Umfang reduzierte der Erwerb der bisher von Minderheitsgesellschaftern gehaltenen Anteile an MTUFriedrichshafen die Anteile in Fremdbesitz. Die Veränderung der Rückstellungen war überwiegend auf Wechselkurseffekte zurückzuführen. Der Anstieg der Verbindlichkeiten aus Lieferung und Leistung resultierte im Wesentlichen aus dem gegenüber dem vierten Quartal 2004 erhöhten Produktionsniveau.
Das Konzerneigenkapital erhöhte sich zum 30. September 2005 von € 33,5 Mrd. auf € 35,5 Mrd. Ausschlaggebend für den Anstieg waren Wechselkurseffekte, das positive Konzernergebnis sowie die ergebnisneutrale Bewertung von available-for-sale Wertpapieren. Gegenläufig reduzierten die Auszahlung der Dividende für das Geschäftsjahr 2004 und die ergebnisneutrale Bewertung derivativer Finanzinstrumente das Eigenkapital.
Die Eigenkapitalquote lag zum 30. September 2005 bei 18,0% (31. Dezember 2004: 17,5%). Für das Industriegeschäft belief sich die Eigenkapitalquote auf 25,2% (31. Dezember 2004: 25,3%).
Zum Ende des dritten Quartals 2005 waren bei DaimlerChrysler weltweit 388.014 (i. V. 386.195) Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter beschäftigt. Davon waren 185.288 (i. V. 187.793) in Deutschland und 98.945 (i. V. 97.782) in den USA tätig.
Ein beschäftigungsbedingter Aufbau der Belegschaft ergab sich insbesondere im Geschäftsfeld Nutzfahrzeuge durch Neueinstellungen in Nordamerika und Europa.
DaimlerChrysler geht davon aus, dass sich das weltweite Wirtschaftswachstum im vierten Quartal trotz einer weiteren leichten Abschwächung fortsetzen wird. Insbesondere die Schwellenländer sollten weiterhin stark expandieren. Für das Gesamtjahr 2005 rechnet DaimlerChrysler mit einem Wachstum der Weltwirtschaft um rund 3% (i. V. 4,0%). Allerdings stellen insbesondere die hohen Rohölpreise erhebliche Risiken für Investitionen und Konsum dar.
Bei der Pkw-Konjunktur gehen wir im weiteren Jahresverlauf für die Schwellenländer unverändert von dynamischen Nachfragezuwächsen aus. Für die Märkte Nordamerikas, Westeuropas und Japans erwarten wir nur leichte Zuwachsraten. Für die weltweiten Nutzfahrzeugmärkte erwarten wir im vierten Quartal weiteres Wachstum. In den USA bleiben die Perspektiven weitgehend positiv. In Westeuropa dürfte sich die Nachfrage leicht abschwächen. Für Japan ist eine leichte Steigerung der Nutzfahrzeugnachfrage zu erwarten, und auch in den Schwellenländern gehen wir von einer dynamischen Aufwärtsentwicklung aus. Angesichts weiter verkürzter Produktlebenszyklen und der bestehenden Überkapazitäten erwarten wir keine Verringerung des hohen Wettbewerbsdrucks innerhalb der Automobilbranche.
DaimlerChrysler geht für das Jahr 2005 gegenüber dem Vorjahr weiterhin von einem leichten Absatzanstieg aus.
Die Mercedes Car Group ist zuversichtlich, dass sich der positive Trend beim Absatz im vierten Quartal fortsetzen wird. Impulse erwarten wir von der M- und B-Klasse sowie insbesondere auch von der im September in Europa in den Markt eingeführten neuen S-Klasse. Das Geschäftsfeld geht für das Gesamtjahr davon aus, dass der Absatz in der Größenordnung des Vorjahres liegen wird, bei den Verkäufen an Endkunden erwarten wir einen Anstieg.
Die Chrysler Group erwartet auch für das vierte Quartal ein weiterhin sehr intensives Wettbewerbsumfeld in Nordamerika. Aufgrund des Markterfolgs unserer attraktiven Produkte erwarten wir, dass der Absatz den Vorjahreswert übertreffen wird.
Vorausschauende Aussagen in diesem Zwischenbericht: Diese Unterlagen enthalten unter anderem gewisse vorausschauende Aussagen über zukünftige Entwicklungen, die auf aktuellen Einschätzungen des Managements beruhen. Wörter wie »antizipieren«, »annehmen«, »glauben«, »einschätzen«, »erwarten«, »beabsichtigen«, »können/könnten«, »planen«, »projizieren«, »sollten« und ähnliche Begriffe kennzeichnen solche vorausschauenden Aussagen. Solche Aussagen sind gewissen Risiken und Unsicherheiten unterworfen. Einige Beispiele hierfür sind ein konjunktureller Abschwung in Europa oder Nordamerika, Veränderungen der Wechselkurse, Zinssätze und Rohstoffpreise, die Einführung von Produkten durch Wettbewerber, höhere Verkaufsanreize, die erfolgreiche Umsetzung des CORE Programms der Mercedes Car Group und des neuen Geschäftsmodells für smart, Lieferungsunterbrechungen bei Produktionsmaterialien, die auf Materialengpässen, Streiks der Belegschaft oder Lieferanteninsolvenzen beruhen, der Abschluss anhängiger behördlicher Untersuchungen, sowie ein Rückgang der Wiederverkaufspreise von Gebrauchtfahrzeugen. Sollte einer dieser Unsicherheitsfaktoren oder andere Unwägbarkeiten (einige von ihnen sind unter der Überschrift »Risikobericht« im aktuellen Geschäftsbericht von DaimlerChrysler sowie unter der Überschrift »Risk Factors« im aktuellen Geschäftsbericht von DaimlerChrysler im Formular 20-F beschrieben, das bei der U.S. Wertpapier-Börsenaufsichtsbehörde eingereicht wurde) eintreten oder sich die den Aussagen zugrunde liegenden Annahmen als unrichtig erweisen, könnten die tatsächlichen Ergebnisse wesentlich von den in diesen Aussagen genannten oder implizit zum Ausdruck gebrachten Ergebnissen abweichen. Wir haben weder die Absicht noch übernehmen wir eine Verpflichtung, vorausschauende Aussagen laufend zu aktualisieren, da diese ausschließlich von den Umständen am Tag ihrer Veröffentlichung ausgehen.
 
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