Stuttgart/Berlin, 10. November 2011
Bundesregierung und Daimler AG planen Verkauf von 7,5 Prozent der EADS Aktien von Daimler an die KfW Bankengruppe
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Grundsätzliche Verständigung auf Einstieg des Bundes bei der EADS
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Verkauf von 7,5 Prozent der EADS Aktien von Daimler an die KfW Bankengruppe in 2012 vorgesehen
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KfW soll Mitglied des Shareholder Paktes werden
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Daimler behält 7,5 Prozent der Aktien,15 Prozent der Stimmrechte und industrielle Führung auf deutscher Seite
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Gespräche über langfristige Ausrichtung des Investorenkonsortiums („Dedalus“) mit weiteren 7,5 Prozent Anteilen an der EADS, deren Stimmrechte von Daimler wahrgenommen werden
Die Daimler AG und die Bundesregierung haben sich grundsätzlich darauf verständigt, dass die KfW Bankengruppe 7,5 Prozent der Aktienanteile von Daimler an der European Aeronautic Defence and Space Company N.V. (EADS) übernehmen soll. Der Verkauf der Aktien ist für 2012 vorgesehen. Eine entsprechende Absichtserklärung zwischen der KfW und der Daimler AG soll noch vor Jahresende unterzeichnet werden.
Daimler hat die EADS vor mehr als zehn Jahren mitgegründet und seither erfolgreich in ihrer Entwicklung zum Weltmarktführer begleitet. Gleichzeitig verfolgt der Daimler-Konzern seit Jahren konsequent die Strategie, sich auf sein automobiles Kerngeschäft zu konzentrieren.
„Wir sind uns mit der Bundesregierung einig: Die Gründung von EADS war eine Pionierleistung europäischer Wirtschaftsprojekte in einem strategisch sehr bedeutsamen und sensiblen Bereich. Aufgrund der strategischen Bedeutung von EADS hat der Bund entschieden, über eine Beteiligung der KfW Bankengruppe die deutsch-französische Balance zu sichern. Damit bleibt einer der Erfolgsfaktoren der EADS gewahrt, und es ergibt sich eine zwischen beiden Seiten ausgeglichene und gleich angelegte Aktionärsstruktur“, sagte Bodo Uebber, im Vorstand der Daimler AG zuständig für Finanzen und Controlling und für Daimler Financial Services.
„Daimler ist, wie wir immer wieder betont haben, auch weiterhin bereit, die industrielle Führung auf der deutschen Seite zu übernehmen“, so Bodo Uebber weiter.
Gespräche über Fortsetzung des Investorenkonsortiums („Dedalus“)
Daimler und der Bund haben außerdem vereinbart, zeitnah abschließende Gespräche über die langfristige Gestaltung des 2007 ins Leben gerufenen und 2010 bestätigten Investorenkonsortiums („Dedalus“) zu führen. Das Konsortium hält heute bereits 7,5 Prozent an der EADS. Gemeinsames Verständnis ist es, dass das Investorenkonsortium im Grundsatz bestehen bleiben soll.
Stimmrechte nach Abschluss der geplanten Transaktion
Daimler bündelt bereits seit der Gründung der EADS seine Stimmrechte zusammen mit der spanischen SEPI und der französischen Sogeade (Holding-Gesellschaft in Besitz von Lagardère mit 33,3 Prozent und dem Französischen Staat mit 66,7 Prozent) in der EADS B.V. („Shareholder Pakt“) zur gemeinsamen Stimmrechtsausübung. Der Shareholder Pakt hält insgesamt 50,4 Prozent der Anteile der EADS.
Die Stimmrechte des Banken- und Investorenkonsortiums bleiben bis auf weiteres bei der Daimler AG. Im Endeffekt würde Daimler nach dem Transfer der Anteile an die KfW somit seinen wirtschaftlichen Anteil an der EADS auf 7,5 Prozent und seinen stimmrechtlichen Anteil auf 15 Prozent reduzieren. Die Stimmrechte von Daimler und KfW sollen in einer Zwischenholding gepoolt werden.
Die Bundesregierung wird nunmehr in enger Abstimmung mit den Partnern im Aktionärspakt, die notwendigen Anpassungen vorbereiten.
Die Daimler AG hält derzeit noch einen wirtschaftlichen Anteil von 15 Prozent und einen stimmberechtigten Anteil von 22,5 Prozent an EADS, die als Gesellschaft holländischen Rechts in Amsterdam, Paris, Frankfurt und Madrid gelistet ist.